Pressemeldung 17. November 2011

ene, mene, mini: Gib Frühchen Deine Stimme!
Online-Voting für eine verbesserte Frühchen-Versorgung 

Eine spezielle Versorgung und mehr familiäre Unterstützung, wenn es um die Kleinsten der Kleinen geht: Diese Forderung steht im Mittelpunkt eines Online-Votings, das anlässlich des Weltfrühgeborenentags am 17. November 2011 startet. Internet-Nutzer, die ihre Stimme für eine verbesserte Frühchenversorgung abgeben, unterstützen damit einen Aktionsaufruf, der am 23. November im EU-Parlament eingebracht wird. Prominente Unterzeichner sind die EU-Parlamentsabgeordneten Dr. Angelika Niebler und der Arzt Dr. Peter Liese. Das Online-Voting findet auf dem neuen Internetportal www.ene-mene-mini.eu statt, das die European Foundation for the Care of Newborn Infants (EFCNI) und Dräger in Kooperation mit den nationalen Elternverbänden Europas ins Leben gerufen haben.

Wer selbst ein Frühchen bekommen hat oder bei anderen die Zeit vor und nach einer Frühgeburt miterlebt hat, kennt das Gefühl der Hilflosigkeit: Auch wenn das medizinische Versorgungsniveau für Babies in den meisten europäischen Ländern hoch ist, werden die speziellen Anforderungen von Frühchen oft nur unzureichend berücksichtigt. Auch fehlt es an einer umfassenden Aufklärung zum Thema: „Schwangere wissen heute immer noch zu wenig darüber, wie sie einer Frühgeburt besser vorbeugen können. Betroffene Eltern benötigen mehr Anleitung darüber, was sie für ihr Frühgeborenes vor und nach dem Klinikaufenthalt tun können und wo sie Unterstützung erhalten“, berichtet Silke Mader, geschäftsführende Vorstandsvorsitzende von EFCNI. Laut einer europaweiten Erhebung über Prävention und Versorgung von Frühchen (EU Benchmarking Report 2009/2010 „Too Little, Too Late?“) könnten tausende von Todesfällen im Kindesalter, chronische Leiden und andere Beschwerden, die auf eine zu frühe Geburt zurückgehen, durch eine verbesserte Schwangeren- und Neugeborenenversorgung vermieden werden.

10 Schritte auf dem Weg zum europaweiten Standard
Wenn Dr. Angelika Niebler am 23. November gemeinsam mit Dr. Peter Liese und weiteren EU-Parlamentskollegen den Aktionsaufruf im Europa-Parlament vorstellt, hofft sie einen weiteren Meilenstein für die Verankerung eines europäischen Qualitätsstandards für die Frühchenversorgung zu setzen: „Als Schirmherrin der EFCNI liegt es mir am Herzen, die gesundheitsfördernde Versorgung Neu- und Frühgeborener einheitlich zu regeln und die Prävention zu verbessern. Jede online abgegebene Stimme hilft, unseren Forderungen mehr Gewicht zu verleihen. Denn Kinder sind die Zukunft unserer Gesellschaft.“ Dr. Peter Liese fasst das Anliegen des am 23. November erstmals offiziell vorgestellten 10-Punkte-Forderungskatalogs zusammen: „Die Kette von der gewissenhaften Aufklärung zum Thema Frühgeburt, über eine einheitliche Qualität der klinischen Versorgung, bis hin zu erweiterten Programmen der Nachsorge, wenn das Baby heranwächst, muss auf ein einheitlich hohes Niveau gebracht werden“. Der EFCNI-Report sieht Handlungsbedarf in der Politik. Bisher gibt es keine einheitlichen Qualitätsstandards zur Versorgung und Behandlung von Frühgeborenen in Kliniken. Auch mangelt es an familiärer Unterstützung und einer entwicklungsfördernden Betreuung ehemaliger Frühchen.

Online-Sprachrohr für Frühchen
Die neue Webseite www.ene-mene-mini.eu ist eine Informationsplattform rund um Frühchen. Neben Wissenswertem zu Frühgeborenen und Möglichkeiten zur besseren Vorbeugung einer Frühgeburt liefert sie auch Informationen zur Versorgung auf der Frühchenstation und der Zeit nach dem Krankenhaus. Links zu Verbänden und Erfahrungsberichte betroffener Eltern ergänzen das Internet-Angebot. Initiatoren des Frühchen-Portals sind die European Foundation for the Care of Newborn Infants (EFCNI) und das Medizin- und Sicherheitstechnikunternehmen Dräger. Mit mehr als 60 Jahren Erfahrung in der Versorgung und Pflege von Früh- und Neugeborenen in der Klinik fühlt sich das Unternehmen den kleinen Patienten besonders verpflichtet. Die nationalen Elternverbände Europas unterstützen die Webseite.


Über EFCNI
Die European Foundation for the Care of Newborn Infants (EFCNI) ist die erste europaweite Organisation zur Vertretung der Interessen von Früh- und Neugegeborenen und deren Familien. Sie vereint Eltern und medizinische Fachleute, die gemeinsam die gesundheitlichen Bedingungen von Neu- und Frühgeborenen verbessern wollen, indem sie sich für Präventions-, Behandlungs- und Unterstützungsmaßnahmen einsetzen. EFCNI erhält finanzielle Mittel von seinen Partnern Abbott, Nestlé Nutrition sowie anderen privaten Unternehmen und Einzelpersonen. Mehr Informationen unter: www.efcni.org

Über Dräger
Dräger ist ein international führendes Unternehmen der Medizin- und Sicherheitstechnik. Das 1889 in Lübeck gegründete Familienunternehmen besteht in fünfter Generation und hat sich zu einem globalen, börsennotierten Konzern entwickelt. Das Produktprogramm des Unternehmensbereichs Medizintechnik umfasst Anästhesiearbeitsplätze, Beatmungsgeräte für Intensivmedizin sowie Wärmetherapie für Neugeborene. Patientenmonitoring, IT-Lösungen, Zubehör- und Verbrauchsmaterialien, Deckenversorgungseinheiten und Leuchtsysteme sowie zentrale Versorgungseinheiten für medizinische Gase ergänzen das Angebot. Dräger beschäftigt weltweit rund 11.000 Mitarbeiter und ist in über 190 Ländern der Erde vertreten. In mehr als 40 Ländern betreibt der Konzern Vertriebs- und Servicegesellschaften. Mehr Informationen unter:
www.draeger.com

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